Auch wenn ich mich für extrem viele politische, rechtliche und gesellschaftliche Themen interessiere, habe ich einen 10 Punkte Plan erstellt, mit welchem ich unser Land FÜR ALLE STATT FÜR WENIGE verändern möchte: 

 

  1. Politische Partizipation von Jugendlichen fördern.

Wir, die Jugend werden die Zukunft sein! In der Politik sind wir trotzdem massiv untervertreten und die momentane Politik hinterlässt uns mit dem Klimawandel, globaler Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht gerade ein tolles Erbe. Das Durchschnittsalter im Nationalrat beträgt momentan 52 Jahre. Im Bundeshaus würde ich mich für eine bessere Förderung der Jugendpolitik, politische Bildung und das Stimmrechtsalter 16 einsetzen.

 

 

 

  1. Bezahlbare Krankenkassenprämien

In den letzten Jahren sind die Krankenkassenprämien massiv explodiert und es wird für viele Menschen in unserem Land schwierig, die immer grössere Prämienlast zu bezahlen, Mittel für individuelle Prämienentlastungen wurden gekürzt. Ich unterstütze die Prämieninitiative der SP Schweiz, welche die Ausgaben von Versicherten für Krankenkassenprämien auf 10 Prozent des Einkommens beschränken will.

 

 

 

  1. Steuerwettbewerb regulieren

Unsere Kantone und Länder führen ein absurdes Wettrennen um immer tiefere Steuern für Grosskonzerne und Reiche. Im Kanton Aargau, Luzern und anderen Kantonen sieht man, wozu das führt: Sparmassnahmen im Service Public, in der Bildung und anderen Bereichen auf Kosten eines Grossteiles der Bevölkerung. Dies widerspricht der Steuergerechtigkeit und nützt den Kantonen und unserem Land herzlich wenig, in den letzten Jahren wurde das mehrmals durch riesige Stellenabbaus, beispielsweise bei GE, bewiesen. Regulierungen dieses Steuerwettbewerbs sind nötig.

 

 

 

  1. Mehr Steuergerechtigkeit, beispielsweise mit höheren Steuern für Kapitaleinkommen

Steuergerechtigkeit ist enorm wichtig, ich kann nicht verstehen, wieso beispielsweise Grossaktionäre nur auf 60 Prozent ihres Einkommens Steuern bezahlen müssen, während ein anderer Teil der Bevölkerung kaum über die Runden kommt und voll auf ihr Einkommen Steuern bezahlt. Das reichste Prozent besitzt in der Schweiz inzwischen über 40 Prozent des Privatvermögens, das ist nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht schlecht. Mit Umverteilungsvorhaben wie der 99 Prozent Initiative würde die Steuergerechtigkeit verbessert werden.

 

 

 

  1. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Frauen verdienen durchschnittlich immer noch 18.1 (1) Prozent weniger als Männer, 42 Prozent dieses Unterschiedes können nicht gerechtfertigt werden, auch wenn die Gleichstellung zwischen Mann und Frau seit 1981 in der Bundesverfassung verankert ist. Frauen sind in Politik und Wirtschaft untervertreten und leisten den grössten Teil an unbezahlter Arbeit, die Politik muss die Gleichstellung endlich erreichen und ernst nehmen. Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ sollte schon längst gelten, die flankierenden Massnahmen gilt es zu schützen.

 

 

 

  1. Ökologischere Luftfahrt (und Welt)

Es ist erschreckend, wie weit die Klimaerwärmung schon fortgeschritten ist, wir müssen sofort handeln! Schmelzende Gletscher, überflutete Inseln, aussterbende Lebewesen, verdurstende Menschen und immer extremere Wetterphänomene sind nicht die einzigen Folgen des Klimawandels. Strengere Gesetze zum CO2-Ausstoss, ökologischere Wirtschaft auch für in der Schweiz ansässige, internationale Konzerne und mehr Massnahmen im Inland, statt Kompensation im Ausland sind nötiger denn je! Als Segelflugpilot kenne ich Verfahren in der Aviatik und ich würde mich im Nationalrat auch für eine ökologischere Luftfahrt und bessere Förderung von umweltfreundlicher Mobilität einsetzen. 

 

 

 

  1. Digitalisierung solidarischer nutzen

Die Digitalisierung kann als riesige Errungenschaft angesehen werden, durch weltweites Wissen im Internet und Produktion durch immer mehr Roboter und Maschinen könnten unsere Leben viel besser werden, das tun sie jedoch nur teilweise, es gilt hier Ersatzarbeitsplätze zu schaffen. Wie so oft wird der technologische Fortschritt fast nur als Einnahmequelle von wenigen genutzt. Datenschutz und eine solidarischere Nutzung des Internets liegen mir am Herzen.

 

 

 

  1. Service Public stärken

Der starke Service Public ist wichtig für unser Land, dieser stand jedoch nicht zuletzt bei der NoBillag-Initiative heftig unter Beschuss. Wir müssen unserem Service Public Sorge geben und weiterhin in Poststellen, öffentlichen Verkehr, Bildung, Medien und Kultur investieren.

 

 

 

  1. Mehr Mitbestimmungsrechte für Mitarbeiter*innen

Mitarbeiter*innen besitzen noch viel zu wenige Mitbestimmungsrechte in Firmen, auch wenn durch sie erst vieles möglich ist. Massenentlassungen zeigen, dass die Rechte der Arbeitnehmenden gestärkt werden müssen, Gesamtarbeitsverträge, Mindestlöhne und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind endlich nötig!

 

 

 

 

 

  1. Position der Schweiz als Hüterin der Menschenrechte ausbauen

Mit der sog. „Selbstbestimmungsinitiative“ wurde die Position der Schweiz als Hüterin der Menschenrechte angegriffen. Als neutrales, privilegiertes Land ist es wichtig, dass die Schweiz keine Waffen in Bürgerkriegsländer exportiert, dass in der Schweiz ansässige Grosskonzerne auch für Menschenrechtsverletzungen im Ausland angeklagt werden können, dass in Genf weiterhin an Lösungen für eine gerechtere und ökologischere Welt gearbeitet wird und dass die Schweiz ihren Reichtum und ihre privilegierte Position auch für humanitäre Hilfe nutzt.

 

 

(1) https://www.ebg.admin.ch/ebg/de/home/themen/arbeit/lohngleichheit.html