So nicht, Swiss

Letztes Jahr erzielte die Swiss mit 578 Millionen Franken den zweitbesten Gewinn ihrer Geschichte. Es ist mir und wohl allen anderen auch unbekannt, was mit diesem Gewinn geschah. Ein halbes Jahr später erhält Swiss einen Staatskredit von 1.5 Milliarden Franken, ob diese (Steuer-)Gelder wirklich zurückbezahlt werden, steht in den Sternen. Die Konsequenzen für die Arbeitnehmenden:  Stellenabbau von rund 1000 Stellen bei der Swiss, Kurzarbeit, weitere Entlassungen.

 

Und was geschieht in der Teppichetage? Die Topmanager erhalten nachträglich die Boni für 2019, notabene Gelder nebst den regulären, extrem hohen Lohnzahlungen.

 

Die Zukunft der Luftfahrtbranche ist noch völlig unklar, kurz- und mittelfristig wegen Corona, langfristig aufgrund der Klimakrise. Und einmal mehr zeigt sich, während der Gewinn des letzten Jahres privat bleibt, soll das sogenannte unternehmerische Risiko vom Staat getragen werden. Das darf nicht sein und ich fordere die Politiker und Politikerinnen in Bern dringend auf, etwas gegen diese Selbstbedienungsmentalität zu unternehmen…auch das ist Konzernverantwortung!

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