Ernsthaft?

Der ehemalige Kanzler von Deutschland, Helmut Schmidt, sagte einst „[i]n der Krise beweist sich der Charakter“, die erste Welle von Corona scheint vorüber zu sein und gerade der Charakter der wählerstärksten Partei in der Schweiz hat sich ausserordentlich bewiesen. Noch am 9. Juni forderte sie in einer Medienmitteilung „Veranstaltungen endlich wieder ohne Einschränkungen zulassen“, vor einer Woche beschuldigte man dann „das verantwortungslose Laissez-faire in den linken Städten“. Während man sich auf der eigenen Website „[d]ie Partei des Mittelstandes“ nennt, verhindert man im Parlament die rasche Behandlung der Weiterführung der Kurzarbeits- und Erwerbsersatzentschädigung. Bis zum Korrekturentscheid des Bundesrates war deshalb die Partei mit dem Sünneli dafür mitverantwortlich, dass tausende KMU und Selbstständige kurz vor dem Konkurs standen. Fast gleichzeitig forderte ein Milliardär und ehemaliger Bundesrat der Partei 2.77 Millionen Ruhegehalt vom Staat zurück. Bei der Bekämpfung von Corona und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen wird lieber auf Ideologie und plumpe Provokation statt auf Lösungen gesetzt. Vieles der Partei erinnert ans Verhalten von Präsident Trump: reine Problembewirtschaftung, Umverteilung von unten nach oben und fehlende Lösungskompetenz. Glücklicherweise haben wir im Herbst im Kanton Aargau die Wahl und können diese Partei abwählen. Dann müssen wir dafür sorgen, dass eine Politik für und mit den Menschen gemacht wird, nicht gegen sie.

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