Verschwendetes Geld

Als Segelflugpilot und engagierter Modellflieger befasse ich mich schon seit vielen Jahren mit der Aviatik. Vor fünf Jahren wurde in unserem Land die Beschaffung des Gripens vom Stimmvolk abgelehnt, von den Befürwortern wurde der Gripen damals als das geeignetste Flugzeug beworben, jetzt steht er nicht mehr zur Auswahl, weil er noch nicht mal testbereit sei. Wie sollte man so dem VBS bei einer allfälligen Beschaffung noch vertrauen können? Sofern ein luftpolizeilicher Dienst überhaupt Sinn macht in unserer kleinräumigen Schweiz, genügen die F/A-18 noch für eine Zeit, neue Kampfjets sind unnötig und teuer. Anstatt das Geld aus dem (Flugzeug-) Fenster zu werfen, würden wir lieber mehr Geld gegen den Klimawandel, der für unsere Welt eine viel grössere Gefahr darstellt, investieren. 1 Million Lebewesen sind vom Aussterben bedroht, die Gletscher schmelzen uns weg und extreme Wetterphänomene werden häufiger. Bedrohungen und Sicherheiten verändern sich mit der Zeit, anstatt uns irgendwelche Feinde frei auszudenken, fokussieren wir unsere Politik lieber auf friedensfördernde Diplomatie, soziale Sicherheit, Cyberabwehr und den Kampf gegen die Klimakrise!

 

 

Nico Zobrist, Unterentfelden, Nationalratskandidat JUSO


Zu meinem Leserbrief:

Auch mir ist klar, dass wir eine minimale Luftpolizei benötigen, diese sollte auch sichergestellt werden. Laut dem Bundesrat reichen dazu jedoch 12 Flugzeuge, das Rüstungsprogramm 2017 sorgt auch dafür, dass 30 F/A-18 bis 2030 sicher einsatzbereit sind. Ein Neukauf von Luxusflugzeugen und mehr als 12 Jets ist jedoch keine Priorität und eher Verschwendung.